9.11.13 – TV-Doku über Käthe Sasso

 

Am 9. November um 21:40 zeigt ORF 3 erstmals den WIFAR-Dokumentarfilm „Erschlagt mich, ich verrate nichts“ über die Widerstandskämpferin Käthe Sasso. (Regie: Kurt Brazda, Kamera: Benjamin Epp)

 

Käthe Sasso in der Gedenkstätte Dachau

Käthe Sasso in der Gedenkstätte Dachau

Käthe Sasso schloss sich als 15-jähriges Mädchen dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus an. Sie füllte die Lücke, die ihre verstorbene Mutter und ihr zum Fronteinsatz eingezogener Vater in der Widerstandsgruppe „Gustav Adolf Neustadl“ hinterlassen hatten. Die Widerstandszelle, eine der größten in Wien, wurde von einem Spitzel verraten, ihre Mitglieder von der Gestapo verhaftet und die meisten hingerichtet. Käthes Jugend rettete sie wohl vor dem Schafott – sie gehört zu den wenigen Überlebenden. Während der Haft lernt sie WiderstandskämpferInnen aller Lager kennen darunter auch die Ordensfrau Helene Kafka, die legendäre Schwester Restituta.

Im Film spürt sie an Originalschauplätzen den Ereignissen von damals nach. Schon den Widerstand gegen den Ständestaat hatte die Tochter einer antifaschistischen Familie miterlebt. Sie konnte nicht ahnen, dass dies erst der Anfang war. Regisseur Kurt Brazda und Kameramann Benjamin Epp läuft es kalt den Rücken hinunter, als sie ihre Gedanken während der Folter bei Gestapo-Verhören schildert: „Ich hab‘ die Fäuste geballt und habe mir gedacht: Erschlagt mich, verraten tu ich nichts!“

Doch sie erzählt nicht nur ihre Geschichte, denn diese ist untrennbar mit der ihrer MitstreiterInnen von damals verbunden. Sie und ihr Vermächtnis liegen der engagierten Antifaschistin besonders am Herzen. Auch deren Andenken soll dieser Dokumentarfilm wahren.