{"id":29,"date":"2013-03-26T11:05:33","date_gmt":"2013-03-26T09:05:33","guid":{"rendered":"http:\/\/kaempfer.headroom.at\/?page_id=29"},"modified":"2013-03-30T01:06:35","modified_gmt":"2013-03-29T23:06:35","slug":"organisation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiheitskaempfer.at\/?page_id=29","title":{"rendered":"Organisation"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Gr\u00fcndung am 12. M\u00e4rz 1949<\/h2>\n<p>Der Bund Sozialistischer Freiheitsk\u00e4mpfer und Opfer des Faschismus wurde am 12. M\u00e4rz 1949 durch den Zusammenschluss des bereits 1947 konstituierten Bundes Sozialistischer Freiheitsk\u00e4mpfer und des Opferf\u00fcrsorgereferates der SP\u00d6 gegr\u00fcndet. Bei der Gr\u00fcndungsversammlung im D\u00f6blinger Arbeiterheim nahmen hundert Delegierte aus allen Wiener Bezirken und den Bundesl\u00e4ndern teil. Zahlreiche Mandatare der SP\u00d6 hatten sich zur Versammlung eingefunden. Der Ehrenvorsitzende der SP\u00d6, Karl Seitz, B\u00fcrgermeister Theodor K\u00f6rner, Frauenvorsitzende Gabriele Proft und der Parteivorsitzende Dr. Adolf Sch\u00e4rf sprachen bei der Er\u00f6ffnung der Gr\u00fcndungsversammlung.<\/p>\n<h2>Zeit vor der Gr\u00fcndung<\/h2>\n<p>Der Gr\u00fcndung des Bundes sind einige wichtige Schritte vorangegangen. Gleich nach dem Ende der NS-Gewaltherrschaft, wurden die aus den Gef\u00e4ngnissen und Konzentrationslagern, sowie die aus der Emigration zur\u00fcckgekehrten \u00d6sterreicher in der &#8222;Volkssolidarit\u00e4t&#8220; organisiert, in der die Vertreter der drei Parteien SP\u00d6, \u00d6VP und KP\u00d6 mitwirkten. Sp\u00e4ter bildete sich aus den verschiedenen Landesverb\u00e4nden der &#8222;Bundesverband ehemals politisch verfolgter Antifaschisten&#8220;. In diesem waren der starke KZ-Verband, der H\u00e4ftlingsverband und der Verband der Abstammungsverfolgten mit einbezogen. Vertreter der drei Parteien, die damals viele politisch Verfolgte in ihren Reihen hatten &#8211; z.B. waren von 165 Nationalratsabgeordneten 129 in Gef\u00e4ngnissen und KZs der Nazis inhaftiert &#8211; nahmen an der Arbeit des Verbandes teil.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich sollte der &#8222;Geist der Lagerstra\u00dfe&#8220; &#8211; die Gemeinsamkeit der politisch Verfolgten aller Richtungen gegen die Nazi-Schergen &#8211; auch nach der Befreiung aufrecht erhalten werden. Aber die Tagespolitik und der beginnende &#8222;Kalte Krieg&#8220; f\u00fchrten auf allen Ebenen, so auch im gemeinsamen Verband, zu heftigen Auseinandersetzungen. Die Kommunisten, die auf Grund ihres starken Anteils im Widerstand dort f\u00fchrend t\u00e4tig waren, erhoben politische Anspr\u00fcche, die z.B. von den Sozialisten nicht akzeptiert werden konnten. Auch innerhalb der SP\u00d6 gab es Auseinandersetzungen. So wurde der Zentralsekret\u00e4r der SP\u00d6, Erwin Scharf, ein Mitglied der Revolution\u00e4ren Sozialisten (RS) und ehemaliger K\u00e4mpfer beim \u00d6sterreichischen Freiheitsbataillon in Jugoslawien, wegen seiner Linie einer Bef\u00fcrwortung der Zusammenarbeit mit den Kommunisten, von einer Mehrheit des Parteivorstandes in seinem Wirkungskreis eingeengt. Letzten Endes wurde er aus der SP\u00d6 ausgeschlossen. Andere linke Antifaschisten in der SP\u00d6, wie z.B. Peter Strasser, Josef Hindels und Karl Czernetz, hatten sich von Anfang an von Erwin Scharf abgegrenzt. Sie bef\u00fcrworteten seinen Ausschluss der vom Parteitag 1948 best\u00e4tigt wurde. So kam es in dem Klima einer Aufsplitterung des gemeinsamen Verbandes zur Gr\u00fcndung der drei neuen Opferverb\u00e4nde: Bundesverband \u00d6sterreichischer Widerstandesk\u00e4mpfer und Opfer des Faschismus (KZ-Verband), \u00d6VP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bund Sozialistischer Freiheitsk\u00e4mpfer.<\/p>\n<h2>Arbeitsgemeinschaft der Opferverb\u00e4nde und deren Arbeit in der Opferf\u00fcrsorgekommission<\/h2>\n<p>In den Gremien, in denen die Interessen der Opfer vertreten wurden, z.B. in der Opferf\u00fcrsorgekommission, wurde jedoch Jahre hindurch die gute Zusammenarbeit der drei Verb\u00e4nde aufrecht erhalten. Sp\u00e4ter bildete sich die Arbeitsgemeinschaft der drei Opferverb\u00e4nde, die vor allem gegen\u00fcber den Beh\u00f6rden und in der \u00d6ffentlichkeit gemeinsam auftritt. Ein Erfolg der letzteren Zeit ist die Ber\u00fccksichtigung der \u00f6sterreichischen Zwangsarbeiter im Vers\u00f6hnungsfonds-Gesetz.<\/p>\n<h2>Gr\u00fcndung des Dokumentationsarchives des \u00d6sterreichischen Widerstandes D\u00d6W<\/h2>\n<p>Ein gro\u00dfer Erfolg der Arbeitsgemeinschaft war die Gr\u00fcndung des\u00a0<a title=\"Dokumentationsarchives des \u00d6sterreichischen Widerstandes\" href=\"http:\/\/www.doew.at\" target=\"_blank\">Dokumentationsarchives des \u00d6sterreichischen Widerstandes<\/a>, das sich im Verlauf der Jahrzehnte zu einem anerkannten Forschungs- und Dokumentationsinstitut entwickelte und heute auch wichtige Aufkl\u00e4rungsarbeit \u00fcber den Widerstand und \u00fcber die aktuellen Gefahren von Rechts leistet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Gr\u00fcndung am 12. M\u00e4rz 1949 Der Bund Sozialistischer Freiheitsk\u00e4mpfer und Opfer des Faschismus wurde am 12. 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